Rasseportraits
Auf dieser Seite möchten wir einige unserer Kaninchenrassen vorstellen, die im Verein gezüchtet werden und über die unser Zuchtwart bei unseren Monatsversammlungen regelmäßige Tierbesprechungen stattfinden lässt.
Tierbesprechung Zwergwidder
Für den Monat März hat unser Zuchtwart Thorsten Tuchscheerer die Rasse Zwergwidder für eine Tierbesprechung in den Mittelpunkt gestellt.
Mit seinen 61 Farbschlägen ist der Zwergwidder eine der beliebtesten Kaninchenrassen in Deutschland. Auch in unserem Verein ist er die am häufgsten gezüchtete Rasse. Mit seiner geringen Größe und seinem Gewicht von gerade einmal 1500 bis 1900 Gramm ist der Zwergwidder besonders bei Kindern sehr beliebt. Widder gelten im allgemeinen als sehr ruhige Tiere.
Kennzeichnend für Widderkaninchen sind die hängenden Ohren und der gedrungene Körpertyp.
Die Ohren, auch "Behang" genannt, sollen hufeisenförmig im hinteren Augenwinkel nach vorne fallen und eine länge von 22 bis 28 cm haben. Auf dem Kopf befindet sich, durch längere Haare eine sogenannte Krone. Wichtig ist, dass die Ohren stabil und gut behaart sind.
Tükisch in der Zucht der Zwergwidder ist das Fellhaar. Ein längeres Fellhaar lässt zwar den Kopf größer erscheinen, ist aber nicht gewünscht. Die Kunst ist es, einen groß wirkenden Kopf mit einem guten Fell zu züchten.
Zudem sind bei einer guten Behaarung die Hinterläufe manchmal etwas zu dünn behaart, worauf es in der Zucht zu achten gilt. Im Allgemeinen muss auch in der Fütterung beachtet werden, dass der Zwergwidder nicht zu schwer wird, aber trotzdem genügend Nährstoffe für die gute Ausbildung seines Fells erhält. Die jeweiligen Merkmale der Farbschläge müssen natürlich auch in der Zucht Beachtung finden.
Entscheidend bei den Zwergwiddern ist die Stellung der Vorderläufe. Sie sollen parallel verlaufen ohne durchzutreten. Etwas wenig Bodenfreiheit und durchtreten der Vorderläufe sind dabei nicht zu verwechseln!
Auch die Hinterläufe müssen parallel stehen und dürfen nicht kuhhessig sein. (Die Knie der Tiere stehen in diesem Fall nach außen ab.) Manchmal stehen die Außenkrallen der Hinterläufe nach außen ab. Dies ist kein grober Fehler, sollte aber in der Zuchtwahl beachtet werden.
Wichtig ist auch der namensgebende Kopf der Zwergwidder. Sie sollen einen deutlichen Ramskopf mit entsprechender Stirnbreite und großen Backen tragen. Die Augen sollen dabei gut erkennbar sein und nicht zu tief liegen.
Eine Besonderheit stellt die Bewertung des Gewichts da. Zwergwidder dürfen 100 Gramm über dem Idealgewicht liegen und werden damit nicht sofort, wie bei anderen Rassen üblich, mit einem "nb" bestraft, sondern erhalten dann nicht die volle Punktzahl im Gewicht, werden aber bewertet.